Abmahnung für den Film „Anna“ durch die Kanzlei Waldorf und Frommer

Mir liegt eine Abmahnung für den Film „Anna“ vor. Es handelt sich um einen französischer Spionagethriller, bei dem Luc Besson Regie geführt hat. Eine russische Doppelagentin gerät zwischen die Fronten von KGB und CIA.

In der Abmahnung der Kanzlei Waldorf und Frommer wird zunächst darauf hingewiesen, dass geschützte Werke der Studiocanal GmbH unerlaubt in Internet verbreitet werden. Es müsse jedem klar sein, dass insbesondere Filme nicht „verschenkt“ werden.

Nach dieser allgemeinen Einleitung wird unter Angabe einer „Download-Angebotszeit“ und einer IP-Adresse der Vorwurf erhoben, dass der Abgemahnte den oben genannten Film im Internet angeboten haben soll. Aus diesem Grunde wird er aufgefordert, eine vorformulierte Unterlassungserklärung abzugeben und insgesamt 915,00 € zu zahlen. Die Abmahnung endet mit dem freundlichen Hinweis, dass man sich auch gerne per Mail an die abmahnenden Kanzlei wenden kann.

Anders als das Schreiben von Waldorf und Frommer suggeriert, ist eine Haftung der Abgemahnten keinesfalls immer gegeben. Die ermittelte IP-Adresse lässt keinen Rückschluss auf die Person zu, die die Tauschbörse tatsächlich verwendet hat. Hier greift jedoch die von der Rechtsprechung entwickelte Vermutung der Täterschaft der Anschlussinhabers. Dieser haftet nur dann nicht, wenn er seiner sekundären Darlegungslast nachkommen kann.

Gerne helfe in Ihnen, wenn Sie eine Abmahnung der Studiocanal GmbH erhalten haben. Als Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bin ich Ihr richtiger Ansprechpartner.



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